Tischlerei Innenausbau

Neue Energieeinsparverordnung (EnEV) tritt in Kraft.

Heidewitzka und schon war die neue Energieeinsparverordnung da.

Wir erinnern uns: Im Jahr 2007 wurde mit den Kabinettsbeschlüssen in Meseberg eine Verschärfung der energetischen Anforderungen an Gebäude in zwei Stufen beschlossen. Mit der Novelle der Energieeinsparverordnung (EnEV) 2009 wurde die erste Stufe umgesetzt und die Planung der zweiten Stufe für 2012 begonnen. Sagten wir gerade 2012? Mit der Ankündigung setzte eine Welle von Studien, Diskussionsrunden und Anhörungen ein, die zu der herausragenden Errungenschaft führte, dass am 01. Mai 2014 eine Novelle erlassen wurde, die immer noch die technischen Anforderungswerte von 2009 vorgibt. Soll das ein Witz sein? Hat sich die Technik nicht weiterentwickelt?

Eine moderate Änderung der Anforderungen an den Gebäudebestand hätte ein überzeugendes Signal für Gebäudeeigentümer und Unternehmer setzen können. „So gehen zum Beispiel die Möglichkeiten heutiger Fensterkonstruktionen weit über den gesetzlichen Mindeststandard hinaus“ sagt Henning Discher, Inhaber der Tischlerei Discher. Fenster erfüllen vielfältige Anforderungen an den Schallschutz, den Wärmeschutz, sie sorgen für frische Luft und Tageslicht. Die Mehrkosten für Dreifachverglasungen und thermisch optimierte Rahmen sind überschaubar und lassen sich heutzutage ohne Weiteres als sinnvolle Alternativen in den Angeboten eines Tischlers darstellen. Bei einer Lebensdauer der Fenster von durchschnittlich 60 Jahren sollten Investitionen sorgsam geprüft werden. Nur selten zeigt sich dann der technische Mindeststandard als langfristig kluge Investition. Aber da gehen Politik und Praxis wohl maßgeblich auseinander.

Wir verstehen zwar keine Politik, aber „Wir können Handwerk!“

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